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Verkehrswende groß denken: FDP zum ÖPNV-Konzept von DSW21

Mehrere Forderungen der FDP zur Kommunalwahl finden sich im gestern vorgelegten ÖPNV-Konzept von DSW21 wieder: Mehr Park&Ride-Parkplätze, die bewirtschaftet werden. Konkrete Ausbauvorschläge für Stadtbahn und H-Bahn. Eine Ringbus-Linie, um Verkehr nicht nur sternförmig über die Innenstadt zu leiten. "Das Konzept Dortmund.Mobil 2030 ist eine gute Diskussionsgrundlage, wie man klimafreundliche Mobilität mit dem Dortmunder ÖPNV voranbringen kann", meint Michael Kauch, Kreisvorsitzender der FDP Dortmund.

 

Es macht jedoch deutlich: "Von DSW21 erwarten wir, dass Projekte nicht immer nur angekündigt, sondern endlich auch umgesetzt werden." Dazu gehören insbesondere der überfällige Ausbau des Mobilfunks in den Stadtbahn-Tunneln und der zeitnahe Start von On-Demand-Verkehren als digital organisiertes Anrufsammeltaxis. Ein solches "Ride Sharing" wäre gerade für junge Leute eine kostengünstige Alternative in der Nacht - wie auch eine Verdichtung des Nachtbusverkehrs, wenn die Freizeitangebote wieder hochfahren.

 

Bei der Stadtbahn und der H-Bahn müsse die Stadt entscheiden, wie groß die Verkehrswende gedacht werden soll. "Wir Freie Demokraten setzen klar auf umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur. Wir begrüßen ausdrücklich die Anbindung des Smart Rhino Geländes mit H-Bahn und Stadtbahn, den zweispurigen Ausbau der U43 im Osten und die Verlängerung der U44 auf das ehemalige Gelände der Westfalenhütte. In das geplante Gutachten, das die Stadt zum Stadtbahnausbau in Auftrag geben will, müssen alle Strecken aus dem DSW21-Konzept einbezogen werden - auch der Tunnel für die östliche Innenstadt. Zugleich muss DSW21 dem Rat klar benennen, welche Technik für eine Taktverdichtung in den bestehenden Tunneln erforderlich ist und was das kosten würde."

 

Erfreulich sei, dass die Stadtwerke kurzfristige Verbesserungen im Busnetz vorschlagen. So sei eine Ringlinie um die Innenstadtbezirke und Hörde ein sinnvoller Einstieg. Die FDP wünscht sich zudem eine äußere Ringbus-Linie, die die Vororte besser miteinander vernetzt. "Außerdem fehlt eine Busverbindung von der U43 zum Flughafen, um gerade für die östliche Innenstadt und den Osten der Stadt unnötige Autofahrten zu vermeiden", so Kauch.